Neuer Bildungsstandort in zentraler Nürnberger Lage
An der Bayreuther Straße 1 nahe dem Rathenauplatz entsteht auf 48600 Quadratmeter Bruttogeschossfläche der Evangelische Campus Nürnberg (ECN), ein moderner Bildungsstandort mit städtebaulicher Präsenz. Bauherrin ist die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern, den architektonischen Entwurf realisiert das Wiener Büro Franz&Sue.
Bestandserhalt und gezielte Aufstockung des Hochhauses
Grundlage des Projekts ist die ehemalige Oberpostdirektion aus den 1970er Jahren. Statt eines Ersatzneubaus setzt das Konzept auf Weiterbauen im Bestand. Der Sockelbau und die elfgeschossige Hochhausscheibe bleiben erhalten. Das Hochhaus wurde entkernt, statisch ertüchtigt und gezielt aufgestockt. So entsteht ein Campus, der sich zur Innenstadt öffnet und Bildung, Beratung und Begegnung räumlich bündelt.
Tragwerksplanung: Ertüchtigung mit CFK-Lamellen
Bestehende Tragstrukturen werden weitergenutzt und dort verstärkt, wo zusätzliche Lasten eingeleitet werden. Die Rippendecken erhielten eine Ertüchtigung unter anderem mit CFK-Lamellen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff. Lokale Verstärkungen und Nachgründungen sichern die Aufstockung konstruktiv ab.
Terrazzoflächen dominieren zentrale Raumgestaltung
Im Inneren organisiert sich der Campus um ein zentrales Foyer. Daran schließt ein Veranstaltungsraum für rund 600 Personen an, der unter anderem die Landessynode aufnehmen kann. Eine Magistrale verbindet die verschiedenen Nutzungsbereiche von Hochschule, Akademie und Dienststellen. Rund 2000 Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte finden hier Raum für Lehre, Austausch und Organisation. Kurze Wege und offene Kommunikationszonen fördern die Vernetzung im Alltag.
Für die zentralen Bereiche sorgt die Freese Fußbodentechnik für hochwertige Terrazzoböden. Rund 3500 Quadratmeter geschliffener Estrich mit terrazzoartiger Oberfläche werden unter anderem im Veranstaltungssaal und entlang der Magistrale verlegt. Die mineralische Oberfläche verbindet Strapazierfähigkeit mit einer homogenen Anmutung und fügt sich harmonisch in die architektonische Gestaltung des zentralen Campusbereichs ein.
Freitragendes Holzdach als architektonisches Leitmotiv
Ein freitragendes Holzdach überspannt Foyer und Veranstaltungsraum stützenfrei über 24 Meter. Es definiert den zentralen Versammlungsbereich als räumlichen Schwerpunkt des Campus und verbindet konstruktive Klarheit mit einer warmen Materialwirkung.
Moderne Gebäudehülle mit Recyclingkonzept
Die fünfzig Jahre alte Aluminium Glas Fassade wurde zurück gebaut und recycelt. Die neue Gebäudehülle besteht aus einem Aluminiumsystem mit hohem Anteil an recyceltem Post-Consumer-Schrott. Großzügige Verglasungen und Holzdetails prägen das Erscheinungsbild zur Stadt und stärken die Offenheit des Campus.
Freese Fußbodentechnik erhielt den Auftrag für
ca. 3.000 m² Ausgleichmörtel, dünnschichtig Dämmung + Fußbodenheizung bauseitig
3.500 m² Heizestrich, schwind – und spannungsarm mit ternärem, zementären Bindemittel
3.500 m² Terrazzo, schwind – und spannungsarm mit ternärem, zementären Bindemittel
500 lfm 1-Schicht-Fugenprofil Alu, Breite 10 mm
150 lfm 1-Schicht-Fugenprofil Alu, Breite 20 mm
2.000 lfm Randprofil, Alu
Bildgeber: Franz&Sue
Die Freese Fußbodentechnik gehört zur Freese-Gruppe