Der Neubau der Maria-Ward-Schule in Nürnberg, geplant von H²M Architekten, übersetzt ein offenes pädagogisches Konzept konsequent in gebaute Struktur. Der kompakte, drei- bis viergeschossige Schulkomplex organisiert rund 20.500 bis 23.500 m² Bruttogrundfläche (BGF, Summe aller Geschossflächen) zu einem klar gegliederten Lerncampus. Ein verglaster Verbindungsgang bindet den Neubau direkt an den sanierten ehemaligen Konvent an, der heute Mensa und Küche aufnimmt. Bestand und Neubau verschmelzen funktional zu einer Einheit.
Elliptisches Atrium Zentrum der Maria-Ward-Schule
Das Gebäude fasst etwa 65 bis 70 Klassenräume, Fachräume, Bibliothek, Verwaltung und Technikflächen in einer logisch aufgebauten Struktur zusammen. Die Grundrissstrategie folgt einem präzisen Prinzip: Klassenräume liegen bandartig entlang der Außenfassaden, offene Lernzonen orientieren sich zum Innenhof. Dadurch entstehen kurze Wege, klare Orientierung und flexible Nutzungsmöglichkeiten.
Das viergeschossige, elliptische Atrium bildet das Zentrum des Gebäudes. Es fungiert als zentrale Kommunikationsfläche und lichtdurchfluteter Innenraum. Gleichzeitig dient es als Aula, Veranstaltungsbereich und Lernzone. Ein großes ovales Oberlicht versorgt den Raum mit zenitalem Tageslicht, seitliche Verglasungen ergänzen die natürliche Belichtung. Sichtbezüge zwischen den Ebenen fördern die räumliche Vernetzung der Nutzer.
Pädagogische Struktur im Raum umgesetzt
Grundschule, Realschule und Gymnasium liegen nicht in getrennten Gebäudeteilen. Stattdessen verschränken sich die Schularten geschossübergreifend, was funktionale Nähe, gemeinsame Nutzung von Ressourcen und eine durchlässige Lernumgebung ermöglicht.
Die Verkehrsflächen bilden Lernlandschaften mit Galerien, Nischen und offenen Arbeitsbereichen. Diese Zonen erweitern die Unterrichtsräume und unterstützen unterschiedliche Lernformen wie Gruppenarbeit oder Einzelstudium.
Vertikale Erschließung über gewendelte Haupttreppe
Vom Atrium führt eine skulptural gewendelte Haupttreppe in die oberen Geschosse. Sie strukturiert den Raum visuell und lenkt Bewegungsströme intuitiv. Dadurch entsteht Orientierung ganz ohne zusätzliche Leitsysteme.
Pavinodis® flow Terrazzo dominiert Material- und Farbkonzept
Innen prägen Sichtbeton, Glas, Weißtanne, heller Pavinodis® flow Terrazzo und Messing das Erscheinungsbild. Ein differenziertes Farbkonzept codiert die Räume und erleichtert die Orientierung sowie die funktionale Zuordnung der Bereiche.
Freese Fußbodentechnik führte folgende Leistungen aus:
Estrich:
4.350 m² 100 mm Schnellzementestrich
2.100 m² 70 mm Schnellzementestrich
3.300 m² 90 mm Schnellzementestrich Heizestrich
970 m³ gebundene Schüttung
4.350 m² 17 mm Gummigranulatmatte (Regupol)
4.120 m² Hohlraumboden LK 5
50 m² Doppelboden
Belag:
2.350 m² Pavinodis® flow Terrazzo inkl. Grundierung und Untergrundvorbereitung
1.060 m Randfugen Alu
290 m Dehnfugen Alu
48 m² Sauberlaufzonen
Atriumtreppenanlage:
59 m² Podestflächen
20 m Blockstufen
17 m Setzstufen
2 St Wangenplatten als Passtücke
78 St Winkelstufen
Die Freese Fußbodentechnik gehört zur Freese-Gruppe
Bildhinweis: Laura Thiesbrummel





