Das Sensoria Haus der Düfte und Aromen in Holzminden, Niedersachsen, macht die Welt der Düfte und Aromen erlebbar. Das dreigeschossige Museum mit polygonaler Grundform und fügt sich harmonisch in den historischen Stadtraum zwischen Weser, Lutherkirche und Torhäusern ein. Die rostrote Fassade aus etwa 4.300 rautenförmigen Cortenstahl-Schindeln nimmt Bezug auf regionale Sandsteinfassaden und vermittelt Schutz für die empfindlichen Inhalte des Museums. Teilweise hinterleuchtet entfaltet die Fassade besonders nachts eine eindrucksvolle Wirkung. Entworfen wurde das Gebäude vom Berliner Architekturbüro Anderhalten Architekten.
Fließende Innenräume und barrierefreie Museumsgestaltung
Die Innenräume sind als zusammenhängender, fließender Raum über zwei Etagen gestaltet. Eine barrierefreie Rampe mit 6 % Steigung ermöglicht allen Besuchern die Nutzung ohne separate Wegeführungen. Der Rundgang durch die interaktiven Themenbereiche führt über die gesamte Ausstellung und endet auf dem Dachgarten mit Blick auf die Stadt. Materialsparende Rippendecken aus Stahlbeton ermöglichen die großzügige, stützenfreie Rampe und verbinden Statik mit gestalterischer Offenheit.
Nutzung der Räume
Auf rund 850 m² Nutzungsfläche befinden sich die Dauerausstellung sowie Bereiche für Sonderausstellungen. Das Foyer dient als Eingangsbereich und Museumsshop. Zusätzlich sind Büroflächen für die Verwaltung integriert. Spezielle Wegeführungen für Rollstuhlfahrer oder Besucher mit Kinderwagen sind nicht erforderlich, da die barrierefreie Museumsgestaltung allen Besuchergruppen gleichermaßen zugänglich ist.
Terrazzo Fußboden – Funktionalität und Ästhetik für barrierefreie Räume
Der Terrazzo Fußboden im Sensoria verstärkt den klaren, hellen Raumeindruck und begleitet den reduzierten Materialeinsatz. Zusammen mit den Lehmputzen entsteht eine natürliche, zeitgemäße Atmosphäre. Der Boden eignet sich für öffentliche Räume mit hoher Beanspruchung und anspruchsvoller Gestaltung. Er wurde nahtlos in das Gesamtkonzept der Räume integriert und sorgt für barrierefreie, langlebige Flächen. Der Terrazzo Fußboden ist ein zentraler Bestandteil der barrierefreien Museumsgestaltung und verbindet Funktionalität mit zeitloser Ästhetik.
- 822 m², davon 400 m² im Gefälle (5 – 10 %), geschliffener werksgemischter Hartkorn-Sichtestrich, CT-C60-SW1, Designboden, basierend auf ternärem Schnellzement (schwindarm und volumenstabil) mit ausgesuchten Zuschlägen Fabrikat Chemotechnik RHEOBOND 007, im Verbund auf Heizestrich als Zementestrich CT, aus ternärem Vollbindemittel, schwind- und spannungsarm CT-C30-SW1, Fabrikat Chemotechnik Thermorapid 3.0
- 15 Stk bauseitige Bodentanks, Deckel belegt mit Fabrikat Chemotechnik RHEOBOND 007
- 255 lfm Aluminium-Dehnfugenprofil
- 1 Stk Sauberlaufmatte
Die Freese Fußbodentechnik gehört zur Freese-Gruppe
Bildhinweis: Daniel Vieser . Architekturfotografie

